| Kigugu Help |
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In den vergangenen Jahren ist eine enge Freundschaft zwischen den Dorfbewohnern in Tansania und dem Verein in Deutschland entstanden. Als Schwerpunkte fördern wir u.a. die Schulbildung der Kinder, die Trinkwasserversorgung, die Ansiedlung von Gewerbe, die Elektrifizierung und vieles andere mehr. Dabei helfen viele persönliche Kontakte, die sich im Lauf der Zeit entwickelt haben. So sind z.B. zwischen den Schulen in Kigugu und Nkungwi und verschiedenen Schulen im Umland von Schwerin und Wismar Brieffreundschaften entstanden. Aber auch ganz persönliche Partnerschaften zwischen engagierten Mitgliedern und einzelnen besonders bedürftigen Kindern bringen die Entwicklungshilfe voran und vertiefen die Beziehungen. ![]() Foto mit Lehrern der Grundschule in Kigugu Die Saat zur Entstehung des Vereins wurde durch den gemeinsamen Aufenthalt von Professor Dr.-Ing. Emil Larek , der an der Hochschule Wismar Mathematik lehrt, und Professor Chisengo Sembuche von der Hochschule für Landwirtschaft in Morogoro (Tansania), der dort ebenfalls Mathematik unterrichtet, in Simbabwe gelegt. Durch die gemeinsame Arbeit in den Jahren 1994 bis 1996 an der "National University of Science and Technology" in Bulawayo / Simbabwe ist eine Freundschaft entstanden, die Professor Sembuche dazu veranlasste, Professor Larek in sein Heimatdorf Kigugu einzuladen. Herr und Frau Larek folgten der Einladung im Jahr 1998. Sie fanden dort ärmliche Lebensbedingungen für die Dorfbewohner vor. Ein einziger Brunnen musste für die Versorgung des gesamten Dorfes genügen. Viele Familien bezogen ihr Trinkwasser daher aus dem nahe gelegenen Bach, der gleichzeitig zum Waschen der Wäsche, zum Bewässern der Felder und als Abwasserkanal dient. Durch den Mangel an sauberem Trinkwasser gab es viele Krankheiten, insbesondere Amöbeninfektionen, Bilharziose u.ä. Es gab kaum Handwerker oder Gewerbetreibende. Der im Dorf vorhandenen Grundschule mangelte es an Lehrmaterial. Eine Starkstromleitung verlief zwar entlang der Durchgangsstraße, jedoch war in Kigugu selbst kein Stromanschluss vorhanden. Für die beiden Besucher waren die Erlebnisse dieser Reise sehr bedeutsam. Mit der Einsicht in die Lebensumstände der Einwohner von Kigugu wurde besonders deutlich, dass dieses Dorf kaum Perspektiven für die heranwachsende Generation bieten würde, wenn nicht wesentliche Verbesserungen an der Infrastruktur sowie bei Handwerk und Gewerbe erfolgten. Die Abwanderung der jungen Landbevölkerung in die Großstädte verbunden mit der Bildung von Slums ist eines der größten Probleme in Afrika, so auch in Tansania. Im Jahr 2002 reisten Professor Larek und Fritz Kalf zusammen mit einer Journalistin erneut nach Kigugu, um den Fortgang der Entwicklungshilfe zu untersuchen und den persönlichen Kontakt zu pflegen bzw. herzustellen. Dabei konnte ein neuer Brunnen eingeweiht werden, ein weiterer befand sich bereits im Bau. Mehrere Handwerker wurden mit Werkzeugen und Materialien ausgerüstet, von denen sie einen kleinen Teil zumeist über einen Zeitraum von 5 Jahren zurückzahlen mussten. Darüber hinaus wurden der Zustand der Grundschule dokumentiert und weitere Schritte, wie die Elektrifizierung des Dorfes vorbereitet. Am 1. März 2003 wurde der Verein Kigugu-Help gegründet. Seitdem ist die Zahl der Mitwirkenden stetig gestiegen. Die Elektrifizierung von Kigugu wurde begonnen, nachdem die Planungen während der Reise im Jahr 2002 präzisiert worden waren. Nach Verhandlungen mit TANESCO, dem staatlichen Energieversorger in Tansania, wurden ein Transformator installiert und die ersten Leitungen im Dorf gezogen. Dabei ist es von besonderer Wichtigkeit, dass die Einwohner von Kigugu an den Arbeiten in erheblichem Umfang beteiligt werden, so dass das ortsansässige Handwerk und Gewerbe einen Nutzen davon hat. Leider ist Fritz Kalf im November 2006 verstorben. Wir bedauern seinen Abschied sehr. Sein Fehlen ist ein großer Verlust nicht nur für unseren Verein. Von Mai bis August weilte eine unserer Mitgliederinnen als Praktikantin in der Einrichtung "MeHaYo" in Morogoro , die sich dort um geistig behinderte Jugendliche kümmerte. Sie war für zwei Wochen in Kigugu und hat sich einen Eindruck von der Situation vor Ort verschafft. Ihren Bericht gibt es hier zu lesen. Im September 2008 war wieder eine Delegation in Kigugu. Aus zahlreichen intensiven Gesprächen mit dem gewählten Kigugu-Help-Kommitee, aber auch mit der Dorfregierung und vielen Einwohnern haben die Delegierten aktuelle Wünsche und Probleme der Dorfbevölkerung mitgenommen. Obwohl es auch Erfolge zu verzeichnen gibt, insbesondere in der nach wie vor sehr hilfreichen Wasserversorgung, muss die Priorität einiger unserer Aktivitäten diskutiert und neu eingeordnet werden. Klar ist jedoch, dass die Unterstützung der Schulen und insbesondere die Förderung von Mädchen beim Besuch der Secondary School eine unverzichtbare Aufgabe des Vereins bleibt. Einen Reisebericht finden Sie hier Die nächste Reise ist für 2010 geplant. |
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